Der Mond: Mythen und Fakten

Auch wenn der Vollmond schon wieder „abnimmt“, vielleicht haben Sie ja in der letzten Nacht, oder sogar den letzten Nächten schlecht schlafen können und machen dafür den Mond verantwortlich? Am 3. Dezember stand dieser in voller Pracht am Nachthimmel und regte so manchen Schlaflosen zum Nachdenken über die Auswirkungen des Vollmondes auf seine Nachtruhe an.

Mond

Für alle, die sich in dem Gedanken „Ja, genau. Bei Vollmond kann ich nicht schlafen!“ wiedererkennen, für die gibt es nun Entwarnung. Dieser und weitere, sich hartnäckig haltende Vermutungen über den Einfluss der Mondphasen auf unser Leben, gehören ins Reich des Aberglaubens. Der Mond hat keinen Einfluss auf Mordraten, Verkehrsunfälle, Notrufe, Gewalt in der Familie, Geburten, Selbstmord, Katastrophen, Mordanschläge, Entführungen, Gefängnisgewalt, Einweisungen in Nervenheilanstalten, Unruhe in Pflegeheimen, Aggressionen bei Hockeyspielen, Überfällen, Schusswunden, Messerstechereien, Lykanthropie (Werwölfe), Vampirismus, Alkoholismus und Schlafwandeln.

Folgende wissenswerte Fakten über unseren einzigen, natürlichen Satelliten lassen sich allerdings mit ziemlicher Sicherheit behaupten sowie wissenschaftlich belegen.

  • Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 km, das sind 27% des Erddurchmessers. Auch wenn sich das eher nach einem Winzling anhört, ist er ein sehr großer Mond – im ganzen Sonnensystem gibt es nur vier größere Monde.
  • Die Schwerkraft auf seiner Oberfläche beträgt nur 16,5 % der Erdschwerkraft. Die Entfernung des Mondes zur Erde beläuft sich auf durchschnittlich 384.403 km. Zum Vergleich: Die ISS ist tausendmal näher, unser nächster Nachbarplanet Venus dagegen einhundert Mal weiter entfernt, die Sonne sogar 400 Mal.
  • Es gibt auf der Mondoberfläche zwischen der Tag- und der Nachtseite sehr große Temperaturunterschiede. Mit der Sonne im Zenit steigt die Temperatur auf etwa 130 °C und fällt in der Nacht auf etwa −160 °C.
  • Das Aussehen des Mondes, bzw. seine Lichtgestalt die wir am Himmel betrachten, variiert im Laufe seines Bahnumlaufs und durchläuft die Mondphasen: Neumond (der Mond steht zwischen der Sonne und der Erde), „zunehmender Mond“ (westlich am Abendhimmel sichtbar), Vollmond (die Erde steht zwischen der Sonne und dem Mond; ohne oder mit Mondfinsternis), „abnehmender Mond“ (Mondsichel östlich am Morgenhimmel sichtbar).
 
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