Dumb ways to spend energy

Nach dem Smartphone, den Schlüsseln und dem Portemonnaie sind die Kopfhörer die wichtigsten Begleiter im Alltag. Vor allem für Pendler oder Menschen die viel auf Reisen sind, sind die tragbaren „Musik an – Umwelt aus“-Geräte oftmals unerlässlich.
Aber wer die Wahl hat, hat auch immer ein wenig die Qual. So viele unterschiedliche Kopfhörertypen gibt es mittlerweile auf dem Markt, dass der Laie oft regelrecht aufgeschmissen ist. Zudem haben die einzelnen Modelle teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften, unterschiedliche Qualität und natürlich auch unterschiedliche Preise.

Die äußere Form lässt bei den Kopfhörern Unterschiede direkt auf den ersten Blick erkennen. Grundsätzlich kann man zwischen In-Ear, On-Ear, und Over-Ear Kopfhörern unterscheiden.

In-Ear
In-Ear Kopfhörer werden direkt in den Gehörgang gesteckt. Die Passgenauigkeit ist hier ein wichtiger Faktor, denn wenn der In-Ear Kopfhörer den Gehörgang nicht vollständig verschließt, verliert der Sound stark an Tiefe. Daher sollten In-Ear Kopfhörer perfekt sitzen. Aufgrund der kleinen und leichten Bauform sind sie für unterwegsgut geeignet, wenn man nur wenig Platz hat, um seine Kopfhörer zu verstauen.

On-Ear
Die nächst größere Variante sind die On-Ear Kopfhörer. Sie sitzen direkt auf der Ohrmuschel und die beiden Seiten sind durch einen Bügel miteinander verbunden. Einige On-Ear Kopfhörer besitzen an den Bügel ein oder auch zwei Scharniere und lassen sich somit zusammenfalten. Mit Hilfe dieser Scharniere sind auch On-Ear Kopfhörer recht platzsparend zu verstauen. On-Ear Kopfhörer besitzen einen besseren Raumklang und eine bessere Klangtreue als die In-Ear Variante. Sie sind für ein großes Klangvergnügen unterwegs oder zu Hause sehr gut geeignet – eigentlich der perfekte Allrounder im Kopfhörerbereich.

Over-Ear
Das Non-plus-Ultra für den Musikfan sind Over-Ear Kopfhörer. Sie umschließen die gesamte Ohrmuschel und sind etwas größer und schwerer als Over-Ears. Die Qualität in Bezug auf Klangtreue und Raumklang liegen oft weit über den anderen Kopfhörer-Varianten.

Die wichtigsten Kennzahlen bei Kopfhörern:

Schallpegel 
Ganz grob beschrieben, ist es die Lautstärke die der Kopfhörer erzeugen kann. Hier liegt der normale Bereich bei 90dB. Auf Dauer sollte man sich dieser Lautstärke keinesfalls aussetzen, viele MP3-Player und Smartphones werden in Deutschland aber ohnehin nicht lauter als 85 Dezibel. Manche Kopfhörer „unterdrücken“ sogar aktiv störende Geräusche: Mikrofone in den Hörmuscheln ermitteln, wie laut die Umgebung ist, und der Kopfhörer steuert entsprechend gegen.

Frequenz
Der Frequenzbereich wird in Hertz (Hz) bzw. Kilohertz (kHz) angegeben und reicht bei guten Kopfhörern von 30 Hz bis 20.000 kHz. Wirklich relevant für den Hörgenuss ist der Bereich zwischen 50 und 10000 Hertz. Frequenzen von 30 Hz bezeichnen die „tiefen“ Töne (Subs, Bassline), bei Frequenzen von 20.000 kHz meint man die „hohen“ Töne. Je größer das Frequenzspektrum der Kopfhörer, desto umfangreicher und intensiver der Klang.

Impedanz
Kopfhörer mit kleiner Impedanz eignen sich insbesondere für Betrieb an MP3-Playern oder Smartphones. Als Nachteile wären eine schlechtere Dämpfung und ein kleinerer Frequenzbereich zu nennen.
Größere und schwerere Kopfhörer, die einen regelmäßigeren Frequenzgang und eine verbesserte Dämpfung aufweisen, haben eine hohe Impedanz, so dass die Klangwiedergabe sauberer ist. Wenn man diese an einem mobilen Gerät betreibt, klingen sie allerdings oft kraftlos und zu leise.

Ausschlaggebendster Faktor bei der Anschaffung von Kopfhörern ist es also, darauf zu achten, mit welchem Gerät diese zwecks Hörgenuss gekoppelt werden sollen und ob man die Kopfhörer eher zu Hause oder von unterwegs nutzen möchte.