Dumb ways to spend energy

In Deutschland gilt das Wasserbett gemeinhin immer noch als Luxusgegenstand und viele scheuen den Kauf ausAngst vor hohen Strom-, Wartungs- und Pflegekosten. Und daher schlafen nur 5 – 8% der Deutschen auf Wasser gebettet und „schweben“ des Nachts durch ihre Träume. Und das ganz ohne seekrank zu werden.

Auf mit einer mit Wasser gefüllten Matratze die Nachtruhe zu genießen ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit. Schon die alten Perser genossen vor über 3000 Jahren die zahlreichen Vorteile dieser Art des „Sich Bettens“: Sie füllten Tierhäute mit Wasser um des Nachts warm und weich darauf zu liegen. Tagsüber legten sie die Häute in die Sonne, so dass sich diese erwärmen konnten.
Bei den Griechen und Römern kannten nur die Reichsten der Bevölkerung diese Form des Schlafens. Das Wasserbett geriet aus der Mode. Erst im Jahre 1851 feierte es seine Renaissance: Ein britischer Arzt erkannte die Vorzüge einer mit Wasser gefüllten Matratze und wandte sie zu therapeutischen Zwecken bei seinen Patienten an. Er empfahl sie bei Gelenk- und Rückenproblemen und vor allem gegen das Wundliegen bei bettlägerigen Patienten. Sein Wasserbett hatte einen einfachen Wasserkern aus Gummi, den er sich sogar patentieren ließ.
In den 1960er Jahren wurde die serielle Fertigung sowie die Entwicklung moderner Kunststoffe zur Herstellung von Wasserbetten vorangetrieben. Zu Beginn der 70er Jahre dann benutzte der Amerikaner Charles Hall erstmals Vinyl als Basis und bereitete so den Siegeszug des Wasserbetts vor. Heutzutage ist die moderne und gebräuchlichste Form des Wasserbettes das so genannte Softside Bett. Hier besteht der Rahmen der Matratze aus Schaumstoff.

Vorteile eines Wasserbettes

Wasserbetten haben schon vor allem aus gesundheitlicher Sicht viele Vorteile. Dadurch, dass sie sich dem Schlafenden in jeder Position ergonomisch anpassen, ist der Liegekomfort extrem hoch. Vor allem Personen mit Gelenk- und Rückenproblemen schätzen den Schlaf auf Wasserbetten. Der Körper liegt gleichmäßiger auf, als auf einem Federbett und so wird der Schlaf nicht so oft – z.B. durch das Aufwachen aufgrund von Änderungen der Schlafposition – unterbrochen. Auch in puncto Hygiene bleiben keine Wünsche offen. Die Oberfläche ist leicht zu reinigen, Allergiker haben hier keinerlei Probleme. Ein weiterer Vorteil ist zudem sicherlich die Temperaturanpassung, denn im Winter kann man die Matratze erwärmen, während man im Sommer das Wasser entsprechend herunterkühlen kann. Diese Vorteile versprechen eine bessere Gesundheit und einen tieferen, erholsameren Schlaf. Einziger Nachteil sind womöglich die anfallenden Stromkosten. Dieses Argument wiegt im Vergleich zu den zahlreichen Vorteilen aber nicht besonders schwer.

Kosten eines Wasserbettes

Die Anschaffungskosten eines Wasserbettes sind mit denen eines Federbettes durchaus zu vergleichen. Wie überall gibt es auch bei Wasserbetten günstige und hochpreisige Varianten. Ein Wasserbett hat allerdings im Vergleich zu einer „herkömmlichen“ Matratze mit ca. 15 Jahren eine wesentlich höhere Lebensdauer. Und was den Energieverbrauch betrifft:
Der liegt für die Beheizung der Matratze bei ca. einer Kilowattstunde (kWh) am Tag. Das eingefüllte Wasser muss nicht gewechselt werden, Wartungs- und Pflegekosten fallen nur bei Säuberung des Bettes an. Sollte die Matratze Schaden nehmen, schützt in der Regel eine Sicherheitsfolie in der Unterkonstruktion vor dem Auslaufen des Wassers. Die kaputte Matratze lässt sich dann im befüllten Zustand problemlos reparieren.