Gegenteiltag

Woher auch immer dieser Tag auch kommen mag, ob nun von Spongebob oder doch aus Amerika – wir finden: Es gibt schon genug Lifehacks und kluge Regeln – warum nicht mal alles anders machen als sonst und damit ein paar Ver- und Gebote auf ihre Tauglichkeit hin überprüfen.

Erst Cardiotraining – dann Krafttraining?

Mit Sport abnehmen? Ja, das ist gut und sinnvoll. Aber: Was kommt zuerst, wie fange ich an? Das Cardiotraining auf dem Laufband oder dem Crosstrainer absolvieren und danach vielleicht noch ein, zwei Übungen mit Gewichten machen? Ist das die richtige Reihenfolge?
Antwort: Wer abnehmen möchte, muss auch seine Muskeln fordern und fördern, und zwar nicht nur beim Ausdauertraining. Dies sollte zwar zuerst absolviert werden – da die Muskeln nach einem Kraftworkout bei einem anschließenden Ausdauer-Training meist übersäuert sind – aber trotzdem sollte auf die Hanteln nicht ganz verzichtet werden – am effektivsten sind viele Wiederholungen mit wenig Gewicht.

Wein auf Bier – das rat ich dir! Bier auf Wein – das lass sein!

Dieses Sprichwort kann man bis in das Mittelalter zurückverfolgen. Wein war damals ein Getränk der Herrscher und Privilegierten. Einfache Menschen konnten sich den Wein damals nicht leisten, somit trank das Volk Bier. Geschafft hatte man es also damals, wenn man statt Bier Wein trinken konnte. Ein sozialer Abstieg hingegen stellte es dar, wenn man statt Wein Bier trinken musste.
Aber: Was ist mit dem Kater am nächsten Morgen? Wirkt sich die Reihenfolge „Bier auf Wein“ auf die Gesundheit aus? Die Antwort lautet: Nein. Die Reihenfolge hat keinen Einfluss auf den Kater. Wie meist im Leben spielt die Menge, aber auch die Qualität (Reinheit) des Alkohols die entscheidende Rolle.

Den Nachtisch zuerst essen?

Man weiß nie was kommt: Esst den Nachtisch zuerst! Aber: Ist das ein guter Ratschlag?
Wer mit dem Dessert beginnt, also direkt zu Beginn der Mahlzeit etwas mit vielen Kohlenhydraten isst, wird dadurch leichter dick – das ist medizinisch belegt. Die Kohlenhydrate aus klassischen Nachspeisen wie Pudding, Mousse oder Sahneeis haben einen hohen glykämischen Index. Das lässt den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen, was die Fettverbrennung negativ beeinflusst und außerdem für einen größeren Hunger sorgt.

Probieren geht über studieren

Im Alltag ist man eher der Praktiker und denkt: Durch so ein lebensfernes, theoretisches Konstrukt namens „Studium“ lernt man doch nichts „fürs Leben“? Weit gefehlt. Folgendes zu studieren kann man ja mal (aus)probieren.

– Alltagskultur und Gesundheit
Kochen und Shopping als Studiengang? An der Pädagogischen Hochschule Gmünd können die Studenten im Rahmen des Lehramtsstudiums das Fach Alltagskultur und Gesundheit studieren. Die Fachgebiete sind Ernährung, Mode und Konsum.

– Promenadologie
Die Uni Kassel bietet ihren Architekturstudenten an, zu lernen, wie man spazieren geht. Die Promenadologie, oder auch Wissenschaft vom Spazierengehen, erforscht vor allem die Wahrnehmung des Menschen als Flaneur.

– Angewandte Freizeitwissenschaften
Das Studium erledigt sich in der Freizeit sozusagen nebenbei? Dann studiert man doch am besten gleich direkt Freizeit? Kein Problem, dieser Studiengang wird an der Hochschule Bremen angeboten und man lernt was Menschen von ihrer Freizeit erwarten, wie die Freizeitbranche funktioniert und wie man mit Freizeit Geld verdienen kann.

– Coffeemanagement
Im Büro bist immer der oder die Erste an der Kaffeemaschine? Mit einer solchen Passion für das koffeinhaltige Heißgetränk drängt sich dieser Studiengang geradezu auf. Als Coffeemanager – ein studierter „Bachelor of Coffeemanagement“ – sorgt man dafür, dass immer ausreichend Kaffeesorten in den Supermärkten stehen und auch zukünftig immer neue leckere Kaffeesorten den Menschen einen besseren Morgen und viele wache Stunden bescheren.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Wir alle kennen das: Anstrengende Aufgaben, die einfach schier kein Ende nehmen wollen. Dazu: keine wohltuende Pause in Sicht. „Ich mache das jetzt erst fertig, und dann…“
Aber, ist das auch sinnvoll? Medizin und Forschung sind sich einig: Wer konsequent und in regelmäßigen Abständen seine Arbeit unterbricht, der steigert nicht nur seine Produktivität, sondern auch die Zufriedenheit, da sich Körper und Geist zwischendurch erholen. Deshalb gilt: Hier wirklich mal den „Reverse Mode“ einlegen: Zuerst mit dem Vergnügen beginnen, dabei Schwung holen und beim Unangenehmen vom Elan profitieren.