Nicht genug Energie gehabt…?

Nicht genug Energie gehabt? Zum neuen Jahr lieber nochmal liegengeblieben? Viele der so genannten „guten Vorsätze“ zum neuen Jahr scheitern, weil die Ziele zu hochgesteckt sind und die Vorsätze aus einer „falschen“ Motivation heraus gefasst worden sind. Oder Beides. Oftmals spricht man ja nach einer durchzechten Nacht davon, weniger zu trinken und nach einem üppigen Mahl weniger zu essen sowie man nach einem ordentlichen Plus auf der Waage sehr gern davon spricht, mal wieder laufen zu gehen.
Da ist Scheitern oftmals vorprogrammiert.
Die gute Nachricht: mit der richtigen Motivation sowie der passenden (wichtig: der individuellen!) Strategie, fallen Veränderungen leichter und bleiben nicht nur mittel- oder kurzfristige Phänomene im Lebenslauf.

Motivation ist alles?

Der wichtigste Grund für den Misserfolg ist die falsche Motivation. Wer seinen Vorsatz nicht gefestigt hat, der kann schon der ersten Zigarette oder der dem nächsten angebotenen Glas Wein nicht widerstehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und weiß, was ihm guttut. Um diese Angewohnheiten zu durchbrechen, braucht man die starke Motivation sich wirklich verändern zu wollen. Doch wie entsteht eine starke Motivation? Laut psychologischen Studien wirken hier 5 zentrale Punkte zusammen um aus einem „guten Vorsatz“ eine langfristige Veränderung zu machen.

1) Sich informieren
Gerade in schweren Zeiten und Zeiten des Umbruchs sowie der Veränderung sollte man sich bei seinen Vorhaben gut informiert fühlen. Hier kann man beispielsweise zu Beginn einer Diät einen Arzt konsultieren und mit ihm die individuelle Strategie besprechen sowie mit einem Coach einen Ernährungsplan aufstellen. Meinungen und Erfahrungsberichte von Experten sind eine gute Quelle zur Selbstmotivation.

2) Messbare Ziele setzen
„Im neuen Jahr mache ich mehr Sport“, sprach er und meldete sich sogleich im Fitnessstudio an. Den „Plan“ fassen viele Menschen fürs neue Jahr, doch wie so oft, steckt der Teufel auch hier im Detail, denn „mehr“ ist einfach zu unkonkret, damit es wirklich dazu kommt. Man sollte sich also stets ein konkretes Ziel formulieren, das am Besten auch noch sehr leicht messbar ist. Besser also: „Ab dem 9.1. gehe ich 3 Mal pro Woche ins Fitnessstudio.“

3) Die Pläne schriftlich festhalten
Noch besser als der konkrete, ausgesprochene Plan ist es, diesen auch schriftlich zu fixieren. Wenn man die eigenen Ziele aufschreibt, kann man sie nicht mehr so leicht leugnen oder verdrängen. Dies ruft ein gewisses Pflichtgefühl auf den Plan. Am besten hängt man die Liste mit den konkreten Plänen an einen Ort, an dem man sie oft betrachtet und sie sich dadurch auch immer wieder erneut ins Gedächtnis ruft.

4) Strategien entwickeln, realistische Ziele setzen
Ein utopisches Ziel, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, wäre für einen Lauf-Anfänger beispielsweise die Anmeldung zu einem Marathon noch bevor er ein gewisses Maß an Grund-Sportlichkeit aufbauen konnte. Solche, zu hochgesteckten Ziele, wirken also eher demotivierend, da sie viel zu schwer in der Umsetzung sind und man viel zu schnell die Lust an der Aufgabe verliert. Man ist überfordert und gibt auf, bevor man richtig angefangen hat. Eine bessere Strategie wäre auch, sich andere Laufanfänger zu suchen und so unter anderem von der Euphorie und dem Spaß in der Gruppe zu profitieren.

5) Freunde oder Partner ins Boot holen
Dieser letzte Tipp ist womöglich sogar der Wichtigste. Alle einsamen Kämpfer da draußen, ob gegen Kilos oder Süchte oder das Single-Dasein: Sucht euch Verbündete! Teilt euer Leid, teilt euer Glück und teilt eure Siege. Das motiviert alle und gibt Kraft durchzuhalten und erinnert euch an eure Ziele.
Wer nun motiviert ist, wem aber die Ideen fehlen für ein paar positive Veränderungen in 2018, dem seien die folgenden Tipps ans Herz gelegt. Der Mensch kann jeden Tag Entscheidungen treffen, sein Leben umzukrempeln.

Wir haben mal ein paar realistische und edle Ziele fürs (noch) junge, neue Jahr gesammelt:

Auf Leitungswasser umsteigen
Plastik überschwemmt unsere Kontinente und Weltmeere und verursacht nicht nur Müll, sondern setzt auch Schadstoffe für Mensch und Umwelt frei. Dabei ist das Wasser aus unseren Leitungen ohne Probleme trinkbar und oftmals sogar qualitativ hochwertiger als abgefülltes Wasser. Sprudel im Wasser lässt sich ganz einfach zufügen, dazu gibt es im Handel Wassersprudler, die man ohne viel Wartung oder Folgekosten bei sich zu Hause aufstellen und so immer frisches Wasser genießen kann.

Weniger Fleisch und tierische Produkte essen
Ein kompletter Verzicht auf Fleisch oder sogar auf alle tierischen Produkte muss gar nicht zwangsläufig sein. Auch ein bewussterer Umgang und ein eingeschränkter Konsum können bereits helfen und einen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz leisten. Es ist also bereits ein wichtiger Schritt, an einigen Tagen in der Woche bewusst auf Fleisch zu verzichten und stattdessen auf leckere vegetarische Alternativen zurückzugreifen.

Stromverschwendung stoppen
Noch immer wird unterschätzt, wie viel Strom man sparen kann, wenn man auf Standby-Funktionen bei Elektrogeräten verzichtet. Dazu kann man sich abschaltbare Steckdosenleisten anschaffen und so bequem „mit einem Handgriff“ alle heimlichen Stromfresser eliminieren. Ein durchschnittlicher Haushalt hat hier immer noch ein recht großes Sparpotential und kann in etwa 100 Euro Stromkosten pro Jahr sparen.

Mehr bewegen
Wir leben in einer schnelllebigen Gesellschaft und sind daher so konditioniert, dass für viele Freizeitbeschäftigungen und für unsere Gesundheit eher keine Zeit übrigbleibt. Doch das stimmt nicht. Jeder sollte sich einige Augenblicke pro Tag Zeit nehmen und ein paar Minuten reichen da bereits, um speziell nur etwas für sich zu tun und beispielsweise die Mittagspause für einen Spaziergang zu nutzen. Auch anstatt des Aufzugs die Treppe zu nehmen oder während des Telefonierens aufzustehen oder ein paar Schritte zu gehen, können einen Beitrag für die Gesundheit leisten. Es müssen ja nicht immer die ganz großen sportlichen Ziele sein.

Regelmäßig 7 – 8 Stunden schlafen
So wichtig wie regelmäßige Bewegung und Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse ist Schlaf. Dieser ist unheimlich wichtig für die Regeneration des Körpers und die tägliche Leistungsfähigkeit. Zu wenig Schlaf zerrt an den Nerven und nimmt uns die Gelegenheit, wichtige Kraftreserven wieder aufzufüllen. Experten empfehlen zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Nacht.

Smartphone-Diät
Unser Handy ist unser ständiger Begleiter, ohne unser Handy fühlen wir uns oft total hilflos und viele von uns gehen ja auch ohne das Smartphone gar nicht mehr aus dem Haus. Und es ist ja auch toll, denn es bietet uns so unglaublich viele Möglichkeiten. Dennoch vermag der ein oder andere mittlerweile durchaus eine gewisse Abhängigkeit zu verspüren, der man durch eine Smartphone-Diät entgegenwirken kann. Diese kann z.B. so aussehen, dass man eine Woche auf das Smartphone verzichtet und stattdessen einfach ein altes Handy nutzt – ohne Internet, ohne WhatsApp, ohne 1000 Spiele und News.