Nicht genug Energie gehabt…?

Auch in der kalten Jahreszeit können Sie für Ihre Pflanzen, Blumen und Bäume zahlreiche Maßnahmen ergreifen, die Ihren Garten nicht nur ganzjährig gut aussehen lassen, sondern sogar notwendig zum Überwintern sind. Zwischen Dezember und Februar ist es auf der Garten-To-Do-Liste zwar eher ruhig, denn die meisten Überwinterungsmaßnahmen sollten Sie bereits im Spätherbst erledigt haben. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise das Einholen von Kübelpflanzen ins Winterquartier, der letzte Rasenschnitt sowie die letzte Kräuterernte oder auch das Entfernen des herabgefallenen Laubs von den Beeten. Trotz Schnee und Kälte: die folgenden Maßnahmen sollten Sie auch im Winter Ihrer grünen Oase angedeihen lassen.

 

– Immergrüne Pflanzen gießenImmergrüne Pflanzen, die im Winter draußen bleiben können, sollten auch während Frost, Eis und Schnee ausreichend gegossen werden. Besonders drauf achten müssen Sie, wenn der Winter extrem kalt, aber trocken ist. Es ist hier allerdings ausreichend, diese Pflanzen alle zwei Wochen zu gießen. Achten Sie dabei darauf, dass das Wasser nur ins Erdreich gelangt, da Äste oder Blätter durch Spritzwasser erfrieren können.

– Garten von Schnee befreien: Sollte es stark schneien und der Schnee auf Zweigen, Ästen und Sträuchern liegenbleiben, befreien Sie diese frühzeitig von der Schneelast. So verhindern Sie ein Abbrechen der Zweige sowie Schäden an Baum oder Strauch. Sehr empfindliche Immergrüne sollten Sie schon vor dem ersten Schnee schützen, indem Sie diese mit einem Jutesack oder einem Gartenvlies ummanteln.

 Pflanzen vorziehen: Ein Punkt auf der Winter-To-Do-Liste ist die Anzucht jener Pflanzen, die Sie mit Beginn des Frühlings in den Garten setzen möchten. Die entsprechenden Pflanzensamen können Sie dazu bereits vorab in spezieller Anzuchterde und bei Zimmertemperatur an einen geschützten Ort in der Wohnung stellen. Beliebte Gemüsepflanzen, die Sie ab Februar im Innenraum vorziehen können, sind zum Beispiel: Tomaten, Paprika, Salat, Gurken oder Kohlrabi.

– Pflanzen im Frühbeet setzen: Wenn Sie ein Frühbeet haben, können Sie gewisse Gemüsesorten, Kräuter oder Zierpflanzen schon ab Februar raus an die frische Luft setzen. Ein Frühbeet richten Sie für besten Sonneneinfall am besten gen Süden aus und belüften es zumindest zwei Stunden am Tag. Für die folgenden Pflanzen ist die Aufzucht im Frühbeet bereits ab Februar möglich: Radieschen, Erbsen, Kohl, Spinat, Porree oder Fenchel. Ein vollständiges Umsetzen Ihrer vorgezogenen Pflänzchen ins reguläre Beet sollte aber erst frühestens Ende Mai stattfinden.

– Rosenschnitt: Zwischen März und April, sobald die Rosen begonnen haben, auszutreiben, können sie auch mit dem Frühjahrs-Schnitt beginnen. Dies ist wichtig, denn nur so können Sie Ihre volle Wuchskraft auf wenige, kräftige Triebe konzentrieren und bringen so zahlreichere und schönere Blüten hervor. Daher werden beim Rückschnitt im Frühjahr schwache Triebe entfernt. Ein Rosenschnitt sollte nur mit entsprechendem Fachwissen durchgeführt werden.

– Kübelpflanzen ins rechte Licht rückenExotische Kübelpflanzen vertragen keine zu niedrigen Temperaturen und überwintern daher im Haus – ein beliebter Ort dafür ist bei vielen der Keller. Das Problem dabei: Diese Pflanzen, wie beispielsweise Oleander, Lorbeer oder Dattelpalme, dürfen nicht zu dunkel stehen. Am besten überwintern sie hinter einer Glasscheibe in Wintergarten oder Gewächshaus wo noch ausreichend Licht vorhanden ist, sie aber vor Frost geschützt sind.

– Gartenteich nie völlig zufrieren lassen: Der Gartenteich muss zumindest in Teilen frostfrei bleiben, da nur so die Faulgase der zersetzten Pflanzen entweichen können. Da sich auch die Fische im Winter in den unteren Wasserzonen aufhalten, drohen diese ansonsten zu vergiften. Um ein Loch frei zu halten, eignet sich eine Styroporplatte oder ein größeres Holzstück, die auf dem Wasser schwimmen.