Nicht genug Energie gehabt…?

Mit einem „Wearable“ kann man nicht nur die Aktivität am Tag messen, die praktischen Fitness-Tracker sind auch des Nachts für unsere Gesundheit aktiv und können uns mittlerweile recht verlässliche Aussagen zu unserem Schlaf liefern. So sehen wir am nächsten Morgen, wie viel wir geschlafen haben, wie oft wir aufgewacht sind oder wachgelegen haben.

Generell besteht unser Schlaf besteht aus Schlafzyklen, die wiederum aus Schlafphasen bestehen:

Einschlafphase

Die Einschlafphase ist gekennzeichnet durch sehr leichten Schlaf und mündet vom Wachsein ins Schlafen. Der Körper kommt zur Ruhe, die Atmung wird gleichmäßiger, der Puls wird regelmäßiger und die Muskulatur entspannt sich.

Phase leichten Schlafes

Der leichte Schlaf wird in zwei Phasen aufgeteilt: Dabei ist die erste nur sehr kurz und dauert maximal zehn Minuten an. Die Muskelspannung lässt nach, was mitunter zu willkürlichen Zuckungen einzelner Körperteile führen kann.

Tiefschlafphase

In der Tiefschlafphase ist unser Bewusstsein ausgeschaltet und in dieser Zeit sind wir ganz besonders kreativ: Informationen und Fakten, die wir tagsüber im Zwischenspeicher unseres Gedächtnisses abgelegt haben, werden nun in den Langzeitspeicher „überspielt“.

REM-Phase

Der REM-Schlaf ist der Schlaf mit den schnellen Augenbewegungen (REM = Rapid Eye Movement) und wird umgangssprachlich auch Traumschlaf genannt. Das Gehirn ist im REM-Schlaf sehr aktiv. Atemfrequenz, Herzfrequenz und Blutdruck steigen an. Lediglich die Muskulatur bleibt unbeeindruckt.

An jeden Schlafzyklus schließt sich eine Phase des Aufwachens an. Die Schlafforscher nennen diese kurzen Aufwachphasen „Arousals“. Sie können wenige Sekunden dauern oder sogar länger als eine Minute und sich mehr als 20 Mal pro Nacht ereignen. Diese „Arousals“ sind uns dabei erst ab einer Wachphase von mehr als drei Minuten bewusst.

Nicht genug Energie…?

Lange dachten Forscher, wir schlafen, um Energie einzusparen – dies wurde aber widerlegt. Weil während des Schlafs so viel passiert, verbrauchen wir nachts sogar relativ viel Energie. Körperzellen erneuern sich, Muskeln wachsen, Eiweiße und neues Blut entsteht. Schlafen wir nicht oder nur sehr schlecht, kann sich in den Nervenzellen der Abfall des Gehirnstoffwechsels anhäufen und Schaden anrichten. Möchte man genauer hinschauen und wissen, wie es um Schlafgewohnheiten und Schlafqualität bestellt ist, muss dafür nicht mehr ins Schlaflabor, denn mittlerweile gibt es zahlreiche Schlaftracker, die diese Aufgabe recht verlässlich übernehmen und Schlafzyklus sowie Schlafphasen dokumentieren können.