Sie haben 1 kWh zur Verfügung?

Die allermeisten Handy-Akkus müssen täglich an die Steckdose. Kein Wunder, bei den Apps die wir mittlerweile jeden Tag nutzen. Daher ist das Laden des Smartphones über Nacht bei vielen schon Routine. Wie schaut es hier mit den Kosten aus? Wird das häufige Laden nicht zur Energiekostenfalle?

Die Antwort lautet „Nein“: Auch wenn der Akku selbst nicht lange durchhält, die Kosten eines Aufladevorgangs sind geringer, als man im Allgemeinen denkt. Wer sein Handy täglich lädt, zahlt dafür gerade mal einen Euro pro Jahr.
Trotz mehreren Stunden Ladens an der Steckdose sind die daraus entstehenden Energiekosten zu vernachlässigen. Ein iPhone 7 beispielsweise nutzt einen Akku mit 1960 mAh, für ein komplettes Aufladen muss man etwa 0,01 kWh aufwenden. Bei einem in deutschen Großstädten durchschnittlichen Preis von 30 Cent pro kWh kostet ein Aufladen also gerade einmal 0,30 Cent. So landet man bei den Kosten von aufgerundet 1,10 Euro pro Jahr. Ein Android-Smartphone verbraucht geringfügig mehr Strom pro Ladevorgang.

Wenn Sie sich zudem an die folgenden Ratschläge halten, dann muss ihr Akku vielleicht auch nicht jede Nacht aufgeladen werden. Probieren Sie es aus.

Meiden Sie extreme Temperaturen

Setzen Sie Ihr Smartphone nie extremen Temperaturen aus. Im Winter ist es besser, das Smartphone nicht in der Handtasche, sondern nah am Körper zu tragen. Setzen Sie ebenso Ihre Geräte nie der prallen Mittagssonne aus. Laden Sie zudem nie einen eiskalten oder überhitzten Akku auf, sondern warten Sie, bis er eine Zimmertemperatur angenommen hat.

Nutzen Sie ein Netzteil anstatt den PC

Ein Netzteil lädt den Smartphone-Akku schneller, als wenn das Gerät durch ein USB-Kabel an den PC angeschlossen wird. Einige Smartphones schalten, wenn Sie direkt geladen werden, in einen Turbo-Modus.

Nicht bei 90 % direkt wieder aufladen

Laden Sie ein Smartphone möglichst nicht bei einem relativ vollen Akkustand, da jeder Ladezyklus die Akkuzellen beansprucht. Günstiger für den Akku ist es, wenn Sie ihn bei zehn bis 30 Prozent erst wieder zum Aufladen geben. Laden Sie ihr Smartphone außerdem besser zu circa 96 Prozent als zu 100 Prozent auf, das geht schneller, da die letzten Prozente überdurchschnittlich länger zum Laden brauchen. Hier wird zudem der Akku auch mehr belastet.

Setzen Sie bei der Helligkeit nicht auf Automatik

Die Helligkeit des Displays beeinflusst die Laufzeit des Akkus entscheidend. Tipp: Nutzen Sie nicht die Automatikeinstellung des Displays. Diese sorgt dafür, dass sich die Helligkeit den Gegebenheiten anpasst und daher andauernd nachreguliert wird.

Auszeit für Bluetooth, WLAN und GPS

Deaktivieren Sie, wenn es passt, Ihre Bluetooth- und WLAN-Funktion am Smartphone. Die ständige Suche nach verfügbaren Geräten und Netzwerken saugt den Akku schnell leer. Auch das GPS wird in der Regel nicht pausenlos benötigt, es sei denn, Sie nutzen Ihr Smartphone als Navigationsgerät.

Updates bitte nur am WLAN

Schonen Sie Ihren Smartphone-Akku, indem Sie das automatische Herunterladen von Updates deaktivieren. Bei Android-Geräten kann man das nur pauschal für alle Apps tun, bei Apple lässt sich das individuell einrichten. Tipp: Lassen Sie die verfügbaren Updates am besten nur bei WLAN-Verbindung laden. Das verlängert unterwegs die Akku-Laufzeit und ist zudem gut für Ihr monatliches Datenvolumen.