Nicht genug Energie gehabt…?

Der Mensch ist ein soziales Wesen, er braucht andere Menschen um sich, um sich selbst einzuschätzen und seine Werte sowie das eigene Verhalten zu reflektieren. Und nicht nur andere Menschen, denn wir alle brauchen Freunde. Aber: Wie verwandelt man denn einen Fremden in einen Freund?

Wenn ein Fremder zu einem Freund werden soll, dann kommt keiner von uns am Small Talk vorbei. Er gehört zum Berufsalltag dazu und funktioniert häufig als eine Art Türöffner, um wiederum tiefergehende Beziehungen aufzubauen. Small Talk sollte trainiert werden, denn er ist im sozialen Miteinander essentiell. Jeder sollte dazu in der Lage zu sein, Beziehungen zu knüpfen und auf andere zuzugehen. Wer sich gegen Small Talk sperrt und diesen nicht zumindest ansatzweise beherrscht, wirkt auf andere schnell abweisend und unsympathisch.

Beim Small Talk ist es immer gut, in Vorlage zu gehen und etwas von sich preiszugeben – dabei aber nicht zu weit ins Private gehen. Dinge, die man über sich z.B. in einer Vorstellungsrunde eines Seminars erzählen würde, kann man auch im Small Talk einbringen. Das mag für viele mühsam anmuten, aber es besteht ja immer die Chance, dass sich aus einem einfachen Geplauder ein inhaltsvolles Gespräch oder sogar eine tiefe Freundschaft entwickelt.

Sie hätten jetzt gern Tipps für einen perfekten Small Talk? Kein Problem, hier kommen die Wichtigsten.

1. Die Kontextfrage.
Auf einem Networking-Event, einer Schulung oder einer Konferenz ist eine jobbezogene Frage ein guter Einstieg in ein erstes Gespräch. Möchte man allerdings auf einer Kundgebung, bei einem Parteitag oder einer Demo mit jemanden Small Talk betreiben, so kann es durchaus auch passend sein, eine politische Aussage zu treffen.

2. Ein Kompliment bricht das Eis.
Komplimente eignen sich wunderbar als Gesprächseinstieg. Eine Konversation mit etwas Nettem zu beginnen, ist ein guter Start und bricht häufig das Eis.

3. Denken Sie nicht in Jobkategorien.
„Was machen Sie eigentlich beruflich?“ Diese Frage ist für viele der Klassiker zum Einstieg. Wie wäre es aber mal damit, ein bisschen um die Ecke zu denken und zu fragen „Wie verbringen Sie Ihre Zeit?“ Statt Ihnen eine bloße Job-Beschreibung zu liefern, erzählt der Andere vielleicht etwas über seine Hobbies oder Leidenschaften.

4. Zuhören ist Gold.
Redezeiten zu füllen fällt vielen Menschen nicht schwer und sie können reden wie ein Wasserfall. Dies verbinden sie immer auch mit der Erwartung, dadurch interessant zu sein. Was man dabei häufig übersieht: die meisten Menschen empfinden es als angenehm, wenn jemand ihnen zuhört.

Mit diesen Hilfestellungen kann sich aus einem unverfänglichen Thema wie einer Fernsehsendung am Tag zuvor ein intensives Gespräch über grundsätzliche Weltanschauung und emotionale Themen ergeben. Wenn das geschieht, hat der Small Talk als Eisbrecher funktioniert. Zur Pflege einer noch in den Anfängen steckenden Beziehung ist es wichtig, sich solche Themen sowie entdeckte Gemeinsamkeiten zu merken, im nächsten Gespräch daran anzuknüpfen und die Beziehung so weiter auszubauen.