Stromspartipp: Weihnachtsbeleuchtung

Besinnlich muss es sein zur Weihnachtszeit. Der Baum erleuchtet, die Lieblings-DVD eingeworfen, Kerzen und Lichterketten aktiviert, auf dem Herd köchelt der Festtagsbraten vor sich hin und im Ofen backen die Plätzchen. Und wenn es dann draußen dunkel wird, dann müssen die eigene Wohnung und wahlweise auch der Vorgarten besonders hell strahlen für das Extra an Weihnachtsstimmung.

In Deutschland verbraucht allein die jährliche Weihnachtsdekoration mit Lichterketten und sonstiger Beleuchtung ca. 660 Millionen Kilowattstunden. Da auch mehr ferngesehen wird und man wahlweise vor der Konsole oder am PC sitzt, kommen sogar noch einige Kilowattstunden obendrauf. All dies schlägt natürlich auf dem Energiekonto ganz ordentlich zu Buche. Außerdem wirkt sich der hohe Verbrauch auch auf das eigene Portemonnaie sowie die Umwelt aus.

Christmas Deko

Dabei gibt es ein paar wirklich einfach umsetzbare Tipps, damit das Fest energietechnisch nicht aus dem Ruder läuft:

– Nutzen Sie am Herd Schnellkochtöpfe und verringern Sie so die Garzeit. Beim Plätzchenbacken sollte der Ofen nicht vorgeheizt werden, die Umluftfunktion ist hier eine gute Wahl.

– Auch wenn die alten Lichterketten aus dem Keller noch funktionieren, wenn es Glühlampen sind, dann lohnt sich der Tausch gegen eine Lichterkette mit LED-Lämpchen. So kann man bis zu 90 Prozent Strom sparen.
Ein kurzes Rechenbeispiel: Eine Glühlampen-Lichterkette (100 Lampen bei täglich acht Stunden Betrieb) verbraucht so in der Weihnachtszeit 32 Kilowattstunden und kommt so auf Energiekosten von fast 10 Euro. Eine vergleichbare LED-Lichterkette benötigt dagegen nur rund 2 Kilowattstunden und kostet ca. 56 Cent.

– Lassen Sie die weihnachtliche Deko nicht permanent brennen, sondern sorgen Sie für eine bedarfsgerechte Nutzung. Zum Beispiel können Sie die Brenndauer mit einer Zeitschaltuhr entsprechend regulieren. Diese gibt es bereits für weniger als zehn Euro. Davon profitieren bei der Außenbeleuchtung zudem die nachtaktiven Tiere, denn künstliches Licht suggeriert Tieren einen verlängerten Tag oder gar Sommer.

Selbst mit kleinen Änderungen können Sie mithelfen und dafür sorgen, dass die Weihnachtszeit für Mensch, Tier und Umwelt stressfrei abläuft. Denn: durch den Energieverbrauch in der besinnlichen Zeit entstehen Kosten von etwa 190 Millionen Euro sowie 390.000 Tonnen CO2. So schön nämlich die weihnachtliche Beleuchtung auch ist, sie verbraucht eben auch jede Menge Strom: mit dem deutschlandweiten Betrieb der Weihnachtsbeleuchtung wird genauso viel Energie verbraucht wie in einer Stadt mit 270.000 Einwohnern im gesamten Jahr.

 
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