Tag der Currywurst

Die Currywurst gehört zu den beliebtesten deutschen Fastfood-Gerichten. Begehrt bei Jung und Alt bleibt sie immer (noch) eine echte Konkurrenz zu Pizza, Pasta & Co. Ein Klassiker, denn 800 Millionen Currywürste werden durchschnittlich jedes Jahr gegessen – so viele hungrige Mägen können nicht irren. Die Begeisterung für die Wurst ist ungebrochen, in Berlin gibt es seit 2009 sogar ein eigenes Museum rund um das schmackhafte Kult-Gericht.

Was zeichnet die Currywurst aus?

Nicht nur die Wurst, auch gerade die Sauce ist essentiell wichtig – eine gute Currywurst zeichnet sich nun mal vor allem durch die Curry-Tunke aus. Auch wenn jede Imbissbude und jedes Restaurant immer ein wenig seinen ganz eigenen Stil hat, so sollte doch die klassische Currywurst zumindest mit einer scharfen Tomatensoße serviert werden – ganz gleich, ob man die Wurst mit oder ohne Darm bevorzugt.

Geschichtliches zur Currywurst

Die Erfindung der „Chilli-Ketchup-Curry-Saucen-Kombi“ geht zurück auf die Berliner Gastronomin Herta Heuwer. Sie besaß seit dem Sommer 1949 einen Imbissstand in Berlin-Charlottenburg und rührte die legendäre Currywurst-Sauce dort an. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und so ließ sie sich 1959 die Wort-Bild-Marke „Chillup“ für ihre Sauce eintragen. Dieser Mix aus Chilli und Ketchup wurde zur gebratenen Wurst serviert, die Idee die darmlose „Spandauer ohne Pelle“ (wie sie von den Berlinern auch liebevoll genannt wird) mit einer eigenen Würzsauce zu verbinden, geht eindeutig auf Herta Heuwers Konto.

Regionale Unterschiede

Pro Jahr werden in Deutschland rund 800 Millionen Currywürste verzehrt – allerdings wird nicht jede Currywurst nach dem gleichen Rezept zubereitet. Geschmacklich, sowie im Hinblick auf die verwendeten Zutaten, bestehen zwischen den Gerichten, die im Ruhrpott, in Berlin, Hamburg oder München serviert werden, deutliche Unterschiede.

Die „beste“ Currywurst?

Die Currywurst ist immer eine heiße Diskussion wert, denn hier scheiden sich die Geister. Es gibt Diskussionsbedarf im Hinblick auf die verwendete Wurst – also die Frage: Wurst mit oder ohne Darm. Danach beschäftigt man sich mit der Thematik, wie sie zerkleinert wird. Während die einen das Zerschneiden mit dem Messer bevorzugen, schwören die anderen auf das Zerkleinern mit der Schere. Weiter geht es mit der Frage nach der richtigen Verwendung des Currypulvers sowie der Zubereitung der Soße. Auch die Beilagen lassen sich prima in neue Diskussionsrunden verwandeln. Von weichen Brötchen bis zu Fritten – die Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Die Kultwurst weltweit

Der Siegeszug der Currywurst ist an den deutschen Grenzen nicht zu Ende. Schlendert man hungrig durch die Straßen von London oder New York, findet man früher oder später auch einen Imbissstand, an der Currywürste angeboten werden. Auch im sonnigen Los Angeles hat sich die Currywurst inzwischen fest etabliert. Sogar in Japan stillt die Currywurst den einen oder anderen Hunger. Ganz stilvoll und mit Stäbchen natürlich. In der Türkei – wo ja gemeinhin Schweinefleisch tabu ist – gibt es mittlerweile auch Currywurst im Angebot. Deutschen Auswanderern und den Nachfahren der türkisch-deutschen Gastarbeitern sei Dank. In Indien wird das Rind- und Schweinefleischverbot sehr viel strenger gehandhabt und so gibt es in Indien nur eine der Currywurst ähnliche Currywurst. Hier wird eine Wurst auf Geflügelbasis genutzt, Ketchup und German Curry Powder runden den Geschmack dieser eigenwilligen Kreation ab.