Tag des Wassers 2018

Alle dem Menschen bekannten Lebewesen, insgesamt vier Millionen verschiedene Arten, sind alle ausnahmslos nicht in der Lage, ohne Wasser zu überleben. Es ist zwar zutreffend, dass einige sich angepasst haben, um sehr trockene Gebiete bevölkern zu können, aber dort, wo kein Wasser zu finden ist, findet man auch kein organisches Leben. Auch der Mensch bildet hier keine Ausnahme und ist ohne Wasser nicht in der Lage mehr als drei Tage zu überleben. Aber Wasser ist nicht nur überlebenswichtig für alle Organismen, es kann uns darüber hinaus auch noch ziemlich beeindrucken und erstaunliches leisten.

Wir haben mal ein paar Beispiele der beeindruckendsten Wasserphänomene ausgesucht, die wir Ihnen am Tag des Wassers kurz vorstellen möchten.

Die Niagarafälle

Den meisten Menschen werden wohl diese als Erstes einfallen, wenn es um das Thema Wasserfall geht. Dabei ist es nicht nur ein Wasserfall, sondern es sind drei die wiederum aus fünf großen Seen gespeist werden: Erie, Huron, Michigan und Oberer See. Von den Fällen fließt das Wasser den Niagara River hinunter zum Ontariosee und dann in den Sankt-Lorenz-Strom, um dann schließlich in den Atlantik zu münden. Ursprünglich flossen pro Stunde ca. 21 Milliarden Liter Wasser über die Niagarafälle, über 2,2 Millionen Liter pro Sekunde. Heutzutage wird die Hälfte des Wassers jedoch zur Energiegewinnung von den USA und Kanada abgezweigt und etwa 20 % des Trinkwassers der USA fließt über die Niagarafälle. Die durchschnittliche Wassertiefe unterhalb der Niagarafälle beträgt etwa 52 Meter – das entspricht der Höhe der Steilwände der Niagara-Schlucht. Fische wandern über die Fälle und etwa 90 % davon überleben. Man geht davon aus, dass der weiße Schaum des tosenden Wassers Ihren Fall abfedert.

Svartifoss

Svartifoss in Skaftafell, ist einer der beliebtesten Wasserfälle im Vatnajökull Nationalpark auf Island. Der Name Svartifoss stammt aus dem Isländischen und bedeutet „schwarzer Wasserfall“. Den Namen allerdings trägt der Wasserfall nicht wegen der Farbe seines Wassers, sondern aufgrund der Tatsache, dass er ein einzigartiges Aussehen inmitten von schwarzen Basaltsäulen entwickelt hat. Eindrucksvoll hängen Teile dieser unterschiedlich langen Basaltsäulen vom Kliff herab, an dem der Wasserfall 25 Meter in die Tiefe stürzt. Der Grund des Wasserfalls ist umgeben von gefallenen Steinen und hexagonalen Säulen.

Horsetail Fall

Einige der faszinierendsten Attraktionen des kalifornischen Yosemite-Naturparks sind saisonabhängig – bzw. sind es die Naturphänomene. So trägt zum Beispiel auch der 305 Meter hohe Horsetail Fall am Monolithen El Capitan meist nur von Dezember bis April Wasser und bietet in dieser Zeit ein Schauspiel das weltweit seinesgleichen sucht. Hier kann man beobachten, wie ein Wasserfall glüht und so quasi die Gestalt eines Lavastromes annimmt. Um dies zu beobachten, braucht man ein gutes Timing, denn nur in den Abendstunden der zweiten Februarhälfte leuchtet der Wasserfall in gleißenden Goldtönen. Nötig ist dafür eine perfekte Kombination aus optimalen Lichtverhältnissen in der untergehenden Sonne, einem klaren Himmel und ausreichend Wasser.

Great Blue Hole in Belize

Eine Art schwarzes Loch mitten im Ozean? Im Grunde genommen handelt es sich bei einem Blue Hole um nichts anderes als eine unterirdische Senke. Bei genauerer Betrachtung muss man allerdings feststellen, dass es sich nicht nur um eine Senke, sondern um ein unterirdisches Höhlensystem handelt. Es ist durch Erosion entstandenund wurde schließlich durch den Anstieg des Meeresspiegels geflutet. Das Great Blue Hole ist nahezu kreisförmig, misst über 300 Meter im Durchmesser und ist bis zu 125 Meter tief. Am Ende der letzten Kaltzeit entstand es in den Kalksteinschichten. 1996 wurde es zum Nationaldenkmal erklärt und ist seitdem ein UNESCO-Weltnaturerbe.

Saltstraumen

Der Saltstraumen, 30 Kilometer östlich der Stadt Bodø in Norwegen gelegen, ist der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Durch einen 2,5 Kilometer langen und etwa 150 Meter breiten Sund strömen im Wechsel der Gezeiten fast 400 Millionen Kubikmeter Wasser. Der Strom erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h wodurch gewaltige Strudel entstehen. Diese können einen Durchmesser von bis zu zehn Metern erreichen und mehr als vier Meter in die Tiefe reichen. Mutige können zu ruhigeren Zeiten auch Bootstouren unternehmen, wobei stets vorsichtig vorgegangen werden sollte, da es dort trotz vermeintlicher Ruhe jederzeit gefährlich ist.