Weihnachten 2018

Endlich ist Weihnachten nah! Und natürlich kommt das mal wieder total plötzlich. Doch, zum Glück gibt es einige Traditionen, an die man sich halten kann und die immer gleich begangen werden. Wir haben uns mal ein wenig umgeschaut, wie, wo und warum in anderen Ländern Bescherung gefeiert wird. So unterschiedlich nämlich die Bräuche auch sind, eines haben sie gemeinsam: im Mittelpunkt steht das Miteinander mit den liebsten Menschen. Egal, ob im Schnee oder auf einer Strandparty.

Besenverstecken, Norwegen

Einen ziemlich schrägen Brauch haben sich die Norweger da zusammengeschustert: hier verstecken die Menschen ihre Besen. Die Idee für diesen Brauch stammt aus den früheren Zeiten, als man noch an Hexen und böse Geister glaubte. Es wurde angenommen, dass diese am Heiligen Abend nach den Besen der Menschen suchten, um auf ihnen zu reiten. Bis heute verstecken viele Norweger ihre Besen daher noch immer am sichersten Ort im Haus, um sie vor den Wesen der Dunkelheit zu verstecken.

Jólasveinar, Island

In Island beginnt Weihnachten auch schon lange vor dem Heiligen Abend. In den 13 Tagen davor wird Island von 13 schelmischen, trollartigen Figuren heimgesucht. Diese Trolle heißen Jólasveinar und besuchen Familien in der Weihnachtszeit 13 Nächte lang. Die Kinder stellen ihre besten Schuhe ans Fenster und bekommen von jeden der Trolle ein Geschenk oder eine faulende Kartoffel – je nachdem, ob sie artig oder ungezogen waren.

Glitzernde Spinnweben, Ukraine

In der Ukraine lässt man sich etwas mehr Zeit mit Weihnachten und feiert erst am 6. Januar. Es gibt an diesem Tag ein großes Festmahl (12 Gänge) im Kreise der Familie. Bei diesem gemeinsamen Essen wird Knoblauch unter die Tischdecke gelegt – die einzelnen Zehen der Knolle symbolisieren den Zusammenhalt der Familie. Häufig wird der Fußboden des Esszimmers mit Heu bedeckt – in Erinnerungen an den Stall Bethlehems. Am ukrainischen Weihnachtsbaum hängen zusätzlich zur weihnachtlichen Dekoration als Glücksbringer auch glitzernde Spinnweben und Spinnennetze.

Weihnachtsgurke, USA

In vielen Ländern – und vor allem in den USA – ist eine Essiggurke irgendwo am Weihnachtsbaum versteckt und derjenige, der es findet, bekommt ein Extrageschenk oder hat einfach demnächst sehr viel Glück. Es ist unklar, woher diese Tradition eigentlich kommt, sie ist aber ein durchaus lustiges Gimmick zum Weihnachtsfest.

Mandeln, Dänemark

Weihnachten in Dänemark wird im Grunde genauso gefeiert wie Weihnachten in Deutschland. Geschmückte Wohnung, Weihnachtsbaum, Weihnachtslieder, Geschenke und Weihnachtsessen. Doch eine Kleinigkeit beim Essen macht den Unterschied: Zum Nachtisch gibt es Weihnachtsgrütze mit einer einzelnen versteckten Mandel darin. Wer die Mandel findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk. Nein, es ist keine Essiggurke.

Weihnachtsschwimmen, Irland

Die Irren, pardon, die Iren, sind bekannt für ihre schrägen Traditionen und sie machen da auch vor Weihnachten nicht Halt. Beim sogenannten Weihnachtsschwimmen zeigen sie aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Von wegen besinnlich: So springen alljährlich am Forty Foot Gebirge hunderte Menschen in ins kalte Wasser und läuten so – vermutlich frierend – Weihnachten ein.

Entzünden des Chanukka-Leuchters, Washington, D.C.

Das jüdische Chanukka-Fest wird in den ganzen USA gebührend gefeiert und fand in diesem Jahr bereits vom 3. bis zum 10. Dezember statt. Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem. Das Fest wird größtenteils zu Hause mit Freunden gefeiert und es werden Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Chanukka-Geschichte erzählt. Seit knapp 30 Jahren wird in den USA „groß“ Chanukka gefeiert und seitdem wird jedes Jahr ein gewaltiger, 9 Meter hoher Chanukka-Leuchter für die 8 Tage auf dem Gelände des Weißen Hauses aufgestellt. Die Zeremonie in Washington, D.C. umfasst Reden, Musik, Aktivitäten für Kinder und – natürlich – das Entzünden des Leuchters.