Bald ist Ostern

Weihnachten ohne Weihnachtsmann ist hierzulande genauso undenkbar wie Ostern ohne Ostereier und Osterhasen. Doch, was genau hat Ostern mit einem Hasen zu tun, warum dekorieren wir unser Haus mit Küken, Eiern, Nestern und Hasen? Warum gibt es so viele Süßigkeiten und was hat das mit der Fastenzeit zu tun? Und was steckt hinter diesen und weiteren Traditionen eines eigentlich tief religiös verwurzelten Festes?

Woher kommen die Osterbräuche, die sich rund um das christliche Fest herum entwickelt haben? Dieser Frage sind wir aus aktuellem Anlass nachgegangen.
Zu Anfang steht hier sicherlich das christliche Osterfest, dass die Überwindung des Todes in der Auferstehung Jesu Christi feiert. Auf symbolischer Ebene betrachtet bedeutet dies, dass man an Ostern den überwundenen Tod und das neu anbrechende Leben feiert. Dieses Ereignis wird auch oftmals noch sehr ursprünglich gefeiert, indem man beispielsweise biblische Texte liest, Lieder singt und Gebete spricht. Das klingt jetzt aber zugegebenermaßen nicht gerade sehr festlich und Feste verlangen nun mal nach Lebensfreude und wollen nicht zuletzt Herz, Magen und Seele guttun.

Das Ei
Das Ei war in Bezug auf das Osterfest tatsächlich zuerst da – also vor dem Hasen. Das Ei gilt seit Urzeiten als ein Lebenssymbol und steht für Fruchtbarkeit. Es ist aber auch als Speise weltweit bekannt und in seiner Natursymbolik als Zeichen für Auferstehung und neues Leben in vielen Kulturen verankert. Über Jahrhunderte hinweg verlangten die Menschen an Ostern nach diesem Lebensmittel. Nach einer intensiven, strengen Fastenzeit, in der u.a. auf Fleisch, Milch, Butter, Käse und eben auch Eierspeisen verzichtet wurde, wollte man eben gerade Eier wieder essen dürfen.

Der Hase
Auch der Hase gelangte zu Ruhm als ein Oster-Symbol, da er als besonders fruchtbar gilt. Zudem wird er als erster Bote für den Frühling und für das Erwachen des neuen Lebens angesehen.
Aufgrund der dem Hasen und dem Ei zugeschriebenen Fruchtbarkeit, ließen sich beide mit Leichtigkeit miteinander verbinden. Und so machte der Osterhasen als Eierbringer Karriere. Richtig gefördert wurde er im 19. Jahrhundert durch die Süßwarenindustrie, die das „Osterfest-Tier“ als lukratives Geschäft entdeckte und förderte. Damit hatte man Erfolg und so ist Ostern schließlich für religiöse Menschen und Konfessionslose auch ein Fest für Herz, Magen, Seele.