Dumb ways to spend energy

Zugegeben, so eine Zuckerwattemaschine ist schon ein sehr spezielles Küchengerät. Wer aber den sprichwörtlich „süßen Zahn“ hat und als Kind auf der Kirmes nicht am Zuckerwattestand vorbeigehen konnte, der kann durchaus auch über eine eigene Maschine für Zuhause nachdenken. Popcornmaschinen sind ja schließlich mittlerweile auch schon salonfähig.

Klebrige Hände, der ultimative Zuckerschock, ein Fest für den Gaumen von Vanille bis Pina Colada: Die Zuckerwattemaschinen für den Hausgebrauch sind echte Alleskönner und extrem pflegeleicht. Der Vorgang aus handelsüblichen, aromatisiertem Zucker leckere Zuckerwatte zu zaubern, dauert nur wenige Minuten. Zum Einfärben eignet sich Lebensmittelfarbe in Pulverform. Bei der Wahl der Geschmacksrichtung hat man allerdings ein wenig die Qual der Wahl: Von Obstsorten wie Kirsche oder Ananas bis hin zu Nussaromen wie Pistazie gibt es Lebensmittelaromen in einer breiten Palette zu kaufen. Beim Dosieren des Aromas sollte man allerdings ein wenig auf die richtige Dosierung zwischen Zucker und den Aromen achten. Problematisch wird es nämlich, wenn sich der Zucker durch zu viel Aroma zu stark verflüssigt und nach dem Herausschleudern dann nicht mehr ausreichend aushärten kann.

Die Geschichte hinter der Zuckerwattemaschine

Die Geschichte der Zuckerwattemaschine stammt ein wenig aus der Kategorie „Unglaublich, aber wahr“, denn die Maschine wurde von William J. Morrison mitentwickelt, seines Berufes nach: Zahnarzt. Der Beruf seines Partners John C. Warten war da allerdings schon naheliegender, denn dieser war Konditor. Doch warum erfindet ausgerechnet ein Zahnarzt eine Süßspeise, deren einziger Bestandteil Zucker ist? Zuckerwatte hat nur einen Bestandteil: Zucker. Ja, schädlich für die Zähne ist damit die süße Watte allemal, doch für die Herstellung von Zuckerwatte wird nur eine geringe Menge Zucker verwendet, nämlich nur rund fünf Gramm. Dies entspricht gerade mal einem Teelöffel. Damit verfügt eine Zuckerwattewolke immerhin über weniger Zucker als ein herkömmlicher Schokoriegel.

Wie aus Zucker Zuckerwatte wird

Auf dem mechanischen Grundgerüst der Maschine liegt ein Spinnkopf auf. In ihm befindet sich ein Behälter mit Heizelementen. Hier wird eine kleine Menge Zucker hineingegeben. Schaltet man die Maschine an, beginnt der Spinnkopf zu rotieren und die Füllvorrichtung für den Zucker wird erwärmt. Der Zucker schmilzt und wird mithilfe der Rotation aus dem Spinnkopf herausgeschleudert. Dabei erkaltet der Zucker und es entstehen erste Zuckerfäden, die sich am äußeren Rand der Auffangschale ablagern. Um die Zuckerwatte in eine essbare Form zu bringen, muss man die Zuckerfäden nur noch mit einem Holzstab umeinanderwickeln und kann anschließend die klebrige Leckerei genießen.