Heilige Drei Könige 2019

Alljährlich am 6. Januar feiern wir „Heilige Drei Könige“. In der katholischen Kirche wird es als Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie), im Volkstum auch als Dreikönigsfest, Dreikönigstag und Heiligedreikönigstag bezeichnet. Aber was hat es mit diesem Feiertag genau auf sich? Waren die Könige wirklich Könige und was hat es mit dem Segen „C+M+B“ auf sich?

In der christlichen Tradition des Dreikönigsfestes, die sich hauptsächlich auf das Matthäusevangelium beruft, werden die fraglichen Personen als drei Könige oder Weisen aus dem Morgenland bezeichnet. Im Neuen Testament ist man sich des Standes der Herren nicht mehr sicher, außerdem werden keine Angaben zu ihrer Anzahl gemacht. Noch mehr Verwirrung kommt auf, wenn man sich den griechischen Originaltext anschaut. Aus diesem geht hervor, dass sie möglicherweise keine Könige, sondern „Sterndeuter“ waren, der Originalwortlaut lautet übersetzt sogar „Magier“. Auch ihre Namen – heute im Christentum Caspar, Melchior und Balthasar – sind erstmals im 6. Jahrhundert aufgetaucht und konnten nicht durch frühere textliche Überlieferungen belegt werden.

Heilige Drei Könige oder Epiphanie?

Was genau feiern wir denn nun am 6. Januar? Der eigentliche Anlass dieses Festes ist die Erscheinung des Herrn, die Epiphanie. Man feierte das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die „Magier“, bei seiner Taufe im Jordan und durch das von ihm bei der Hochzeit zu Kana bewirkte Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein. Später schlossen sich die Christen den Römern an und verlegten die Geburt Jesu vom 6. Januar auf das römische „Sol Invictus“, das am 25. Dezember stattfand. Die Ankunft der weisen Magier bezogen sie in das Fest mit ein, am 6. Januar verblieb das Fest der Taufe des Herrn im Jordan als das Fest der Theophanie (Erscheinen Gottes).

Sternsinger

Basierend auf altem Brauchtum gehen gläubige Christen am 6. Januar als die „Heiligen Drei Könige“ gekleidet von Haus zu Haus. Den Menschen, die den sogenannten Sternsingern die Türen öffnen, singen diese Lieder oder sagen Gedichte bzw. Gebete auf. Als Dank an die gastfreundlichen Menschen, hinterlassen die Sternsinger eine Segensbitte an der Haustür in Form des lateinischen Segensspruchs „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

Wetterregeln

Nicht nur aus Sicht der Kirche, sondern auch aus Sicht der Bauern, ist der 6. Januar ein wichtiger Tag. Hier gilt für das Wetter die folgende Regel: „Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner dahinter.“ Wenn das nicht erfreulich ist, für alle die sich im Januar bereits nach dem Frühling sehnen?!