Nicht genug Energie gehabt…?

Sind wir mal ehrlich, wir alle schlafen zu wenig. Am besten wären 7 bis 9 Stunden – die allermeisten aber schaffen nur 6 Stunden pro Nacht. Auf der Arbeit ist daher morgens der erste Gang der Gang zur Kaffeemaschine. Das Koffein hält allerdings nur kurz vor, viel besser würden wir unsere Müdigkeit und Konzentrationsprobleme durch ein „Mittagsschläfchen“ besiegen. Klingt gut, heißt auf Neudeutsch dann „Powernapping“ und wird auch in Deutschland immer salonfähiger. Schon kurze Erholungspausen nämlich, machen es uns möglich Ruhe zu finden und liefern somit jede Menge neuer Energie. Während einem sogenannten „Powernap“ kann sich vor allem unser Gehirn erholen und im Anschluss daran Informationen besser verarbeiten. Sprich: Wir arbeiten wieder auf voller Leistung.

Wirkung des Powernaps

Während in anderen Kulturen das „Powernapping“ fest im täglichen Arbeitsleben und der Kultur verankert ist, probieren wir Deutschen hier noch ein wenig aus. Als generelles Phänomen erkannt haben aber auch wir die sogenannte „Kantinenmüdigkeit“ – die so manchen zur Mittagszeit regelrecht ausbremst.  Dann kämpfen die meisten von uns mit Müdigkeit und mangelnder Konzentration – dies ist biologisch bedingt durch den menschlichen Biorhythmus sowie den nächtlichen Schlafmangel. Hier könnte – fachmännisch eingesetzt – ein kleines Schläfchen wahre Wunder bewirken.
– Es wirkt sich positiv auf das Kurzzeitgedächtnis aus.
– Es steigert die Leistung.
– Es reduziert das Gewicht: Müde Menschen haben einen größeren Appetit auf fette und süße Lebensmittel.
– Es schützt vor Herzkrankheiten: Wenn Sie drei Mal wöchentlich mittags eine halbe Stunde schlafen, können Sie Ihr Herzinfarktrisiko um 37 Prozent senken.
– Es macht gute Laune: Wer wenig geschlafen hat, ist schnell gereizt. Ein Schläfchen steigert die Konzentration von Serotonin im Blut, einem Hormon, das die Stimmung hebt.
– Es beugt Erschöpfungszuständen vor.

Dauer des Powernaps

Bei diesen Vorteilen, sollte eigentlich klar sein, dass ein „Powernap“ mehr als nur ein flüchtiger Trend ist. Allerdings kommt es natürlich auf die Dosierung an, denn auch beim „Power-Nickerchen“ gibt es natürlich ein paar Regeln zu beachten, damit aus der Erholungsphase im Bürostuhl nicht ein ausgewachsener Tiefschlaf wird.
– Die Dauer des „Powernap“ sollte nicht länger als 20 bis 30 Minuten sein, da man danach in die Tiefschlafphase kommt und das Aufstehen schwerfällt.
– Außerdem sollte man darauf achten, dass der „Powernap“ nicht nach 15 Uhr stattfindet, denn ein zu spätes Nickerchen kann den erholsamen Nachtschlaf stören.
– Die Zeit zwischen 13 und 14 Uhr eignet sich besonders gut für das kleine Nickerchen.
– Um die positive Wirkung zu spüren, sollte man wirklich schlafen und nicht nur die Augen schließen. Auf Knopfdruck einzuschlafen ist zwar gar nicht so einfach – ist aber mittels progressiver Muskelentspannung unkompliziert erlernbar.

Wie genau funktioniert der Powernap im Büro?

Klappen Sie zuerst die Rückenlehne Ihres Stuhls zurück. Dann legen Sie die Füße hoch. Schließen Sie die Augen und entspannen Sie sich. Wichtig ist vor allem, dass Ihr Kopf gestützt wird. Gibt Ihre Stuhl-Lehne das nicht her, legen Sie Ihren Kopf auf den Schreibtisch. Es ist nämlich gar nicht nötig, im Liegen zu schlafen. Im Gegenteil: Bett oder Sofa verführen dazu, zu lange zu schlafen. Stellen Sie sich einen Countdown oder Wecker, der nach 15 bis 30 Minuten piept. Achten Sie darauf nicht länger zu schlafen, denn beim Schlafen über 30 Minuten kommen die meisten in eine Tiefschlafphase – dieses würde den positiven Effekt ins Gegenteil verkehren.