Nicht genug Energie gehabt…?

Die allermeisten Menschen klagen im Herbst und Winter über die veränderten Lichtverhältnisse. Man geht morgens im Dunkeln aus dem Haus und kommt abends im Dunkeln heim. Die Sonne geht später auf und früher unter, das schlaucht und sorgt bei vielen für ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Für unser Aktivitätslevel spielt das Tageslicht eine entscheidende Rolle, denn der menschliche Körper benötigt es vor allem für die Ausschüttung des Muntermacherhormons Serotonin.

So wie also das Tageslicht für eine höhere Konzentration von Serotonin in unserem Körper sorgt, so gibt es entsprechend einen durch die Dunkelheit produzierten Gegenspieler: Das Melatonin. Sind wir der Dunkelheit längere Zeit ausgesetzt, so steigt die Melatoninproduktion und das macht uns müde. Licht spielt also eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, auch im Winter und Frühling munter zu bleiben.

Was hilft gegen Winterblues und Frühjahrsmüdigkeit?

Leider passt sich unser tägliches Arbeitspensum nicht den Lichtbedingungen bzw. der Hormonkonzentration im Blut an und so müssen wir uns anderweitig helfen. Und da gibt es Einiges, denn nicht nur das Licht macht wach und verleiht Power, den Winterblues kann man auch mit folgenden Ideen bekämpfen:

Lachen

Lachen ist oftmals die beste Medizin und das gilt auch für müde oder träge Gemüter. Es gibt eine große Auswahl an lustigen Videos im World Wide Web, ein lustiges Baby-, Tier- oder Missgeschick-Video hilft, den Kreislauf anzukurbeln.

Frische Luft

Ein Spaziergang am frühen Morgen oder ein Power-Walk in der Mittagspause – die kleine Runde Bewegung tut Körper und Geist gleichermaßen gut. Der Sauerstoff ist gut fürs Hirn und die Bewegung bringt den Kreislauf auf Touren.

Essen

Mehr Energie durch Essen? Klingt wie ein alter Hut. Aber tatsächlich haben einige Lebensmittel wahre Wunderkräfte: Möhren oder Gurken enthalten energiefördernde Wirkstoffe, die den Kreislauf anregen. Bananen sind reich an Kalium, ebenso auch Nüssen und Spinat.

Der Müdigkeit vorbeugen

Man kann dem „Blues“ auch vorbeugen, indem man bereits des Nachts oder am Vorabend ein paar Tipps beherzigt und so am Tage erst gar kein Tief aufkommen lässt.

Ein Notizbuch für die Sorgen: Des Nachts sind wir alle ein wenig depressiv, darum kann man abends vor dem Zubettgehen in einem Sorgenbuch all die Dinge notieren, die den Tag über belastend waren. So kann man den Gedankenballast loslassen. Alternativ kann auch ein Büchlein geführt werden, mit jeweils fünf Dingen, für die man am jeweiligen Tag dankbar ist sowie fünf Dingen, die man als seinen persönlichen Erfolg ansieht. So lässt sich ganz bewusst der Fokus auf das Positive lenken.

Das Bett ist zum Schlafen da: Laptop, Fernseher & Co. gehören nicht mit ins Schlafzimmer, Essen ist im Bett tabu, das Smartphone sollte fernab des Nachtschränkchens liegen.

Kein Koffein am Abend: Wer Schlafprobleme hat, sollte ab 14 Uhr Koffein ganz vom Ernährungsplan streichen. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, der sollte sogar schon ab 12 Uhr komplett Abstand davon nehmen.

Frühes Abendessen: Schweinebraten, Käse-Fondue oder ähnlich üppiges Abendessen ist mit Vorsicht zu genießen, ebenso Essen nach 19 Uhr. Wird später gegessen, ist der Körper zum Zeitpunkt des Zubettgehens noch stundenlang mit der Verdauung beschäftigt.

Aufstehen und ablenken: Wer aufwacht und nicht mehr schlafen kann, sollte aufstehen und etwas tun. Am besten geeignet sind hier Tätigkeiten, die jederzeit beendet werden können, wie z.B. aufräumen, Kreuzworträtsel, bügeln, etc. Das Bett sollte erst dann wieder aufgesucht werden, wenn man müde ist.