Stromspartipp: Herd

Der Kauf eines neuen Herds kann sich auch dann richtig lohnen, wenn der alte nicht verschlissen ist oder ausgedient hat. Der Blick auf den Energieverbrauch eines älteren Modells und im Anschluss der Vergleich mit einem aktuellen Herd, kann eine Menge Energiekosten einsparen.
Anders als zum Beispiel beim Kühlschrank hängt der tatsächliche Energieverbrauch des Backofens vor allem davon ab, wie und wie oft er benutzt wird. Viele unterschätzen hier den tatsächlich anfallenden Energieverbrauch und nutzen „den Alten“ viel länger als dieser noch effizient ist.

Der Neue: Am „heißesten“ mit A+++

Hat man sich nun entschlossen, sich einen neuen Herd zuzulegen, so sollte man einen Blick auf das Energielabel zum Vergleich der Energieeffizienzklassen werfen: die Spanne reicht von A+++ bis D. A+++ steht hier für einen exzellent niedrigen Verbrauch während D ein richtiger Stromfresser ist. Im Handel gibt es derzeit nur noch Modelle mit Energieeffizienzklasse B und besser. Die schlechteren Klassen erfüllen nicht die Mindestanforderungen der europäischen Ökodesign-Verordnung.
Neben den Energieklassen wählt der Verbraucher bei einer Neuanschaffung zunächst den richtigen Herd für die im eigenen Heim vorhandene Energieart. Während es für Elektroherde die erwähnten Energieeffizienzklassen zur Orientierung gibt, so fällt diese Klassifizierung bei Gasherden weg. Empfehlenswert sind laut EcoTopTen grundsätzlich alle Gasherde und Gasbacköfen. Das Umweltzeichen Blauer Engel gibt es außerdem für Gasherde und gasbeheizte Kochstellen und kann den Verbrauchern hier bei der Auswahl weiterhelfen. Ebenso bieten einige Tests der Stiftung Warentest Unterstützung

Tipps zur Wahl des neuen Herds

Bei Gasherden bieten sich Gaskochfelder mit Gasbrennern unter Glaskeramik (Ceranfläche) an. Diese haben zwar nicht die beste Primärenergiebilanz, aber sie haben gegenüber anderen Gaskochfeldern einen entscheidenden Vorteil: Mit ihnen wird die Innenraumluft weniger belastet, da die Abluft direkt abgeführt werden kann. Der Primärenergiebedarf dieser Technik ist ähnlich groß wie der des energieeffizientesten Induktionselektroherds.
Es gibt für strombetriebene Kochfelder drei Grundtypen mit steigender Energieeffizienz: Gusseiserne Platten, Cerankochfelder und Induktionskochfelder (im Grunde auch mit einem Ceranfeld).
Hat man sich dazu entschlossen, sich einen Elektroherd zulegen, sind Cerankochfelder generell eine empfehlenswerte Variante. Diese sind mit oder ohne Induktion verfügbar.
Induktion hat den geringsten Primärenergiebedarf, benötigt aber spezielles Kochgeschirr, da bei der Induktionstechnik die Wärme direkt im Topfboden entsteht. Durch flache Kupferspulen unter der Glaskeramik fließt Strom und erzeugt ein niederfrequentes elektromagnetisches Feld. Der Kochtopfboden nimmt es auf und erzeugt so die zum Kochen notwendige Hitze. Sobald der Topf von der Kochplatte genommen wird, schaltet der Strom direkt wieder ab. Das ist besonders energieeffizient.